Smarte Küchenmaschine: Just Cookit!
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Leckere Gerichte mit weniger Aufwand kochen – so schmeckt die Digitalisierung.
Einblicke in einen smarten Kochtopf namens Cookit.
Smarter Küchenhelfer – spart Zeit und Mühe
Die drei Geheimnisse jedes guten Steinpilz-Risottos: Rühren, rühren und rühren. Soll das Gericht cremig werden und der Reis nicht anbrennen, bedarf es ständiger Betreuung. Das weiß auch Martin Strumpler. Der 38-Jährige ist Leiter Smart Cooking bei der BSH Hausgeräte GmbH und begeisterter Hobbykoch, wobei Umrühren für ihn eher eine lästige Pflicht ist. Ein Grund dafür, dass Strumpler gerade in der Küche steht und zufrieden auf die neueste Innovation seines Teams schaut: den Cookit.
In dem drei Liter fassenden Edelstahltopf der Küchenmaschine hat er gerade Steinpilze mit Butter angeschwitzt, der Duft steigt ihm in die Nase. Nun schließt er den Deckel. Die nächste Dreiviertelstunde wird der Cookit rühren, rühren, rühren. Martin Strumpler muss zwischendurch nur noch einmal etwas Weißwein und Gemüsefond nachgießen, dann ist das Risotto fertig. „Das ist eine ganz andere Art zu kochen“, freut sich Strumpler – und nutzt die so gewonnene Zeit, um die weiteren Vorzüge der digitalen Küchenhilfe zu erklären.
27 Funktionen
Schneiden, Hacken, Raspeln, Mixen, Pürieren, Dampfgaren, Kochen, Schmoren, Anbraten…: Die Multifunktions-Küchenmaschine Cookit ersetzt (beinahe) eine komplette Küchenausstattung.
Guided Cooking: Schritt für Schritt zur Mahlzeit
Der Cookit kann weit mehr als automatisch den Kochlöffel kreisen zu lassen: Schneiden, Hacken, Raspeln, Mixen, Pürieren, Schmoren, Teig kneten. Dampf- oder Sous-Vide-Garen beherrscht das Allroundtalent ebenfalls, und echtes Anbraten mit bis zu 200 Grad – Röstaromen inklusive. Weil es in der Küche neben der Fingerfertigkeit vor allem auf eine gute Idee und das richtige Timing ankommt, ist der Cookit eine Art virtueller Kochkurs: „Das Gerät hat mehr als 140 Rezepte abgespeichert“, erklärt Strumpler. „Über Informationen auf dem Display wird der Nutzer Schritt für Schritt durch die richtige Zubereitung geleitet.“ Wer dagegen individuell kochen möchte, nutzt die manuellen Einstellungen und brutzelt die Lieblingsspeise nach Omas altem Familienrezept. Hauptsache, es schmeckt.
Datengetriebene Perfektion beim Kochen
Dafür, dass aus den Zutaten das Beste herausgeholt wird, sorgen beim Cookit unter anderem zwei Sensoren. Sie messen permanent die Temperatur im Topf der Küchenmaschine und vergleichen sie mit der für die Zutat passenden Vorgehensweise. Wasser wird zum Beispiel mit voller Leistung zum Kochen gebracht, Milch hingegen mit langsam ansteigender Temperatur. Das Wissen um die richtige Zubereitung stammt von vielen Köchen – nur verderben sie in diesem Fall nicht den Brei, sondern sorgen für datengetriebene Perfektion: Das BSH-Technik-Team hat dem Cookit nach vielen Analysen und Tests die jeweils optimalen Zubereitungszeiten und -temperaturen eingespeist. Stellt man sich den Cookit als eine Großküche vor, dann ist jedoch ein von Bosch entwickeltes Steuergerät der Digitalchef. Der sogenannte SystemMaster managt den Rezeptspeicher und die Automatikprogramme. Er tischt den Nutzern via Display die Schritte zu ihrer Mahlzeit auf – und macht das Kochen mit dem Cookit somit kinderleicht.
Dank regelmäßiger Software-Updates ist der Cookit immer auf dem neuesten Stand.
Cookit versteht sich auch mit Alexa
Das Steuergerät ermöglicht außerdem eine WLAN-Verbindung und macht den Cookit zu einem zentralen Element in der vernetzten Küche: Über die Home Connect App der BSH Hausgeräte GmbH können noch mehr Rezepte auf den Cookit geladen werden. Diese lassen sich sogar über Amazons virtuelle Sprachassistentin Alexa abrufen. Alexa bietet dann beispielsweise verschiedene Risotto-Rezepte an. Ist das gewünschte Menü ausgewählt, meldet sich Alexa prompt: „Möchtest du mit dem Rezept beginnen?“
Beim Cookit kommt die große Erfahrung von Bosch beim Thema Vernetzung zum Tragen: Wie in anderen Bereichen des Internet der Dinge (IoT) steckt das Konzept dahinter, analoge Geräte durch die Digitalisierung um praktische Funktionen zu erweitern.
Sei es, dass man seinem Küchengerät Sprachbefehle geben kann, oder es sich per Online-Updates auf den neuesten Stand bringen lässt. Ziel ist es, dass am Ende immer der Mensch profitiert – in diesem Fall durch den Genuss eines leckeren Gerichts. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten bei der BSH Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen eng zusammen. Und was für die Software gilt, zählt auch für die Hardware: Das Know-how bei Bosch kommt vielen Produkten zugute. „Der Cookit musste zum Beispiel extrem hitzebeständig werden“, sagt Strumpler, „deshalb haben wir bei der Materialzusammensetzung der Kunststoffteile die Grenzen des technisch Machbaren ausgereizt. Hier war die Bosch-Expertise sehr hilfreich.“
Guten Appetit
Vom Pop-up-Home in die eigene Küche
Der Cookit ist in Deutschland und Österreich erhältlich, bald auch in anderen Ländern. Bosch führt für die smarte Küchenmaschine eigens neue Vertriebswege ein. „Wir werden Kunden vielfältige Möglichkeiten bieten, den Cookit live zu sehen und zu erleben, unter anderem bei ausgewählten Partnern und bei unserem Cookit-Experten-Team“, sagt Martin Strumpler.
Strumplers Steinpilz-Risotto ist inzwischen bereit zum Verzehr. Aus dem Cookit direkt auf dem Teller angerichtet tritt es einen Beweis an: Die Digitalisierung kommt mitunter ganz sinnlich daher. In diesem Fall cremig, wohlduftend – und sogar sehr rührend.